Ein Krankhaus für Igel – Rentner opfern Geld, Zeit und Urlaub

25. Februar 2016

Allan und Anita Broadhead haben ihre Berufung gefunden. Sie kümmern sich mit großer Hingabe um kranke Igel.

Die gab es bei ihnen, im britischen Barnsley, zuhauf. Denn die ansteigende Einwohnerzahl sorgte für den Neubau vieler Häuser. Der Mensch nahm dem Igel über kurz oder lang den Platz zum Leben.

„Eine Baustelle lag ganz in der Nähe unseres Hauses“, erinnert sich der 77-jährige Allan.

„Jede Menge Igel kamen plötzlich in unseren Garten. Eines Tages fanden wir ein schwer verletztes Exemplar. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.“

„Wir wussten einfach nicht, wie wir ihn hätten am Leben erhalten können.“

Der Schock über den Verlust wog so schwer, dass das Rentnerehepaar sich entschied, zu helfen.

Allan und Anita (63) gründeten das „Hogsprickle“, eine Art Krankenhaus für Igel.

Das ist mittlerweile sechs Jahre her. Seither haben die beiden Tierschützer jede Menge Zeit, Geld und Aufwand in die Rettung der Igel gesteckt.

Bei der „British Hedgehog Preservation Society” belegten sie sogar eine Art Erste Hilfe-Kurs für Igel.

„Wir wollten wissen, wie man den Igeln fachmännisch hilft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir gute Chancen haben, einige der Igel wieder auszuwildern. Es bricht mir jedoch das Herz, wenn ich nur daran denke, sie gehen zu lassen.“

Das Igel-Krankenhaus wird jedoch lediglich von Allan und Anita betrieben. Das heißt, dass niemand aushelfen kann, wenn das Paar einmal in den Urlaub fahren möchte.

Das hat zur Folge, dass die beiden Engländer seit sechs Jahren ununterbrochen für ihre Schützlinge da sind.

„Wir haben sie in unser Herz geschlossen. Ohne unsere Hilfe und die anderer Tierschützer wären Igel in spätestens 25 Jahren ausgestorben.“

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